im kommenden Colloquium sind Henry Westphal und Sebastian Döring an den Reglern. Wir treffen uns am morgigen Mittwoch, 13.01.10, 18 Uhr, Medientheater, Sophienstraße 22a, comme toujours!
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Auf den Spuren des Klangbilds von Elvis Presley. Zur Musikproduktion und Studiotechnik in den 1950‘s und den frühen 1960‘s und ihrer Übertragung auf heutige Verhältnisse
Henry Westphal stellt das Vollröhrenmischpult SILVESTRIS vor, das seit dem WS 2008/09 im Projekt High End Vintage Studiotechnik der Technischen Universität, Westphals Entwicklungsfirma TIGRIS und dem Rock’n‘Roll Musikstudio LIGHTNING RECORDERS entwickelt wird. Das Mischpult ist eine Eigenentwicklung auf Grundlage historischer Schaltungen, besonders der RCA Audiokonsolen Type BC-3C und Type BC-5B. Der Vortrag schlägt einen Bogen von der elementaren Funktionsweise der Elektronenöhre über die verschiedenen Verstärkerschaltungen bis zur Auswertung der Ergebnisse zwischen elektrotechnischer Messung und Hörempfinden.
Im Anschluss gibt es mit AMP, MIX & RECORD einen zweiten Beitrag zum Thema von Sebastian Döring, der von Beginn an im SILVESTRIS-Team mitarbeitet und im Rahmen des Projekts der Frage nach den Bedingungen und Bedingtheiten der elektrotechnischen Signalverstärkung nachgegangen ist. In einem zweiten Schritt werden die Verschränkungen des Medienverbundes aus Rundfunk und Aufnahmetechnik auf Ebene der Apparate beleuchtet.
— Sebastian
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Die außerordentlich große Empfindlichkeit, welche mit sehr geringem Überdruck brennende Gasflammen gegen innere und äußere Druckänderungen aufweisen und welche ausreicht, um die atmosphärische Druckänderung bereits bei einer Höhenänderung von einigen Zentimetern deutlich hervortreten zu lassen, hat uns dazu veranlasst, solche Flammen zum Studium stehender Schallwellen zu verwenden. Wir benutzten bei unseren Versuchen ein etwa zweieinhalb Meter langes, 5 Zentimeter weites Kupferrohr, welches an dem einen Ende durch einen Blindstopfen mit eingearbeitetem Lautsprecher verschlossen war, auf dem anderen mündete ein Ansatzrohr, welches zur Gaszuführung diente. Auf der am höchsten gelegenen Seitenlinie des Rohres befand sich eine geradlinige Lochreihe von etwa 50 Löchern von 1mm Weite, welche in gleichen Abständen von 3cm in die Rohrwand gebohrt waren…

Mittwoch, 14. Oktober 2009
Medientheater, Sophienstraße 22a, 2. Innenhof
19.15 Uhr
http://operativediagrammatik.de/
— Sebastian
performance, concert
Liebe Freunde des Medientheaters,
liebe Technikpilger,
liebe Kosmos-Chaoten,
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once more synaesthetics: see when you hear.
oder:
Die mediale Verdopplung der reinen Vernunft?
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TecWatch by IFA ft. Akustische Kamera.
Nicht nur dass wir das SmartHome der Uni Potsdam sechskanalig zum akustischen Leben erwecken, wir audioscannen es auch mit unserem Echtzeitmonster.
Vom 4.-9. September jeden Tag von 10-18 Uhr auf der IFA 09, Messegelände Berlin, Halle 5.3, Stand 5
Am Sonntag, 6. September um 13.00 Uhr sprechen wir über die Frucht der letzten Monate und stehen dann Rede und Antwort.
Keep Your senses OPEN.
pff & 538.
— Sebastian
talk,

liebe kosmos-chaoten & technikpilger
BLAST OFF.
felix und ich freuen uns, euch zu einem einblick in unsere derzeitige lieblingsfreizeitbeschäftigung einzuladen:
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Akustische Kameras (Beamforming mit Mikrofonarrays)
oder
das Gegenstück zur Wellenfeldsynthese
Ein Werkstattbericht.
Synaesthesia in the machine? See when you hear — Am kommenden Mittwoch werden wir das Beamforming (auch als Interferenzrekonstruktion bekannt) zur maschinellen Ortung von Schallereignissen in Wellenfeldern vorstellen. Dazu werden Laufzeitunterschiede zwischen einer Anordnung von Mikrofonen genutzt, um die Schallpegelverteilung im Raum auf Datenstreams abzubilden. Im Gegensatz zu handelsüblichen Varianten verarbeitet unser Prototyp die einkommenden Audiodaten in Echtzeit und in einem nächsten Entwicklungsschritt semantisch und lässt sich so als Tool zur automatischen akustischen Überwachung (und mithin zur Steuerung) von arglosen Bürgern, politischen und militärischen Feinden, verbündeten Maschinen, Kindern, Studierenden u.v.m. einsetzen.
Wir verraten, wie’s geht ;o)
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Kolloquium Medien, die wir meinen
Mittwoch, 1. Juli 2009, 18.00 Uhr, Medientheater.
Sophienstraße 22a, 2. Innenhof.
make some noise.
pff und 538.
— Sebastian
talk, performance

Basierend auf den Studien und Erfindungen William Duddels, Nicola Teslas, Pater Landell de Mouras und Hermann von Helmholtz’ entwickelte der Künstler und Komponist Jan-Peter E.R. Sonntag – Deutscher Klangkunstpreis und CynetArt Award 2008 – ein erstes rein elektrisch/elektronisches System: Computercodierte
Hochspannungsplasmen / Lichtbögen lassen elektronische Stimmen – fast masselos emittiert – im Raum erschallen, sie “funken”, senden und empfangen “wireless”. Die Suche nach dem Wesen der Elektrizität, die seit fast drei Jahrhunderten im Zentrum der Materiediskussionen steht, schloss sich an.
Das sonArc:project – Der domestizierte Blitz von Jan-Peter E.R. Sonntag ist ein Zyklus in wechselnden Formaten. Er umfasst multimediale Kompositionen, Installationen und Salons, in denen der Künstler sich gemeinsam mit Naturwissenschaftlern, Medientheoretikern und Technikern auf die Suche nach dem Wesen der Elektrizität und den elektrisch-elektronischen Wurzeln und Visionen unseres Medienzeitalters begeben hat.
Am 2. Dezember 2008 wurden Buch und DVD des Projektes offiziell in der Akademie der Künste am Pariser Platz einer heterogenen Öffentlichkeit vor gestellt. Gerade an jenem Ort ging es darum aus der Urbestimmtheit dieser Institution dieses initial Kunstprojekt als eines zu präsentieren, dass sowohl praktische wie theoretische sowie wissenschaftliche Teile verschiedener Gattungen hat sowie Kunst ist.
Bei dieser Präsentation geht es Jan-Peter E.R. Sonntag im ersten Teil um die Vorstellung bestimmter Kompositionsaspekte der auf der DVD dokumentierten Kammeroper sowie um Referenzen in die minimal und conceptual art bei dem Installations Ensemble im Würtembergischen Kunstvereins in Stuttgart, sowie im 2. Teil in einem Gespräch um das BUCH mit DVD als Format und die Frage in wie weit Kunst und Wissenschaft sich in einem solchen Format überschneiden können, ohne sich zu entwerten.
Mittwoch, 4. Februar, 18.00 Uhr, Medientheater HU Berlin, Sophienstraße 22A
book-preview:
http://www.sonarc-ion.de/index2.html
sonArc::project / AdK :
http://www.sonarc-ion.de/bildstrecke/adk/
— Sebastian
talk,

Drei beispielhafte Anwendungen mit überraschenden Aspekten:
Obertöne erzeugen, Impulse zählen und Schall mit Plasmaentladungen erzeugen. Mit vortragsbegleitender Live-Demonstration dieser Anwendungen (Dipl.Ing.Henry Westphal, Tigris-Elektronik GmbH Berlin und TU-Berlin).
Obertöne erzeugen:
Die elektrische Gitarre ist das dominierende Instrument der heutigen populären Musik. Ihr charakteristischer Klang entsteht jedoch erst im Zusammenwirken mit den leicht gekrümmten Kennlinien der Elektronenröhren, womit ein bestimmtes Obertonspektrum entsteht. In den 1950-er Jahren entwickelte sich der bis heute übliche Stil des E-Gitarrenspiels in enger Wechselwirkung zwischen den damaligen musikalischen und technischen Weiterentwicklungen. Auch heute noch werden hochwertige Profi-Gitarrenverstärker fast ausschließlich mit Elektronenröhren hergestellt. Derzeit laufende Untersuchungen an der TU-Berlin zeigen, daß sich der Mythos des besonderen Klangs von Originalröhren aus den 1950-er Jahren meßtechnisch nachvollziehen und plausibel begründen läßt.
Impulse zählen:
Digitaltechnik ist „Null und Eins“? Meistens, aber nicht immer. Es gab auch schon ganz andere Konzepte. Im Jahr 1949 hat Philips eine dekadische Zählröhre erfunden, in der die Zustände „0“ bis „9“ durch zehn diskrete Spannungsniveaus dargestellt werden. Die Röhre vereinigt die Funktionen „Zählen“, „Speichern“ und „Anzeigen“, ist somit die erste digitale integrierte Schaltung der Welt. Sie steht beispielhaft für eine aus heutiger Sicht absolut unkonventionelle Form von Digitaltechnik, deren Weiterentwicklung in den späten 1950-er Jahren, zugunsten des sich rasch durchsetzenden Transistors, aufgegeben wurde. In einem Projekt im Rahmen der Lehre an der TU-Berlin kamen diese Röhren wieder zum Einsatz.
Schall mit Plasmaentladungen erzeugen:
Schallwandlung mit Plasmaentladungen geschieht ohne die Trägheit mechanisch bewegter Masse und ohne Richtwirkung. Damit ist eine transparente und prägnante Hochtonwiedergabe im High-End-HiFi-Bereich möglich. Die, in guten CD-Aufnahmen vorhandene, Räumlichkeitsinformation kommt in verblüffender Weise bei der Wiedergabe zur Geltung. Aufgrund der hier benötigten Spannungen im zweistelligen kV-Bereich sind Elektronenröhren für die Plasmaerzeugung auch heute noch prädestiniert. Im Rahmen der Lehre an der TU-Berlin wurde ein kompromisslos auf Wiedergabequalität ausgelegtes Plasma-Hochtönersystem entwickelt. Tigris-Elektronik hat jüngst einen röhrenbestückten Plasma-Generator an eine süddeutsche Forschungseinrichtung geliefert.
Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin, Vortragssaal
— Sebastian
talk,
Here I stand (here I stand..)
Look around around around around around
(Around around around around around…)
But you won’t see me (you won’t see me..)
Now I’m here (now I’m here..)
Now I’m there (now I’m there..)
I’m just a just a new man
Yes you made me live again
Das Moment der Wirklichkeitserzeugung ist Operation und Performanz gemeinsam: am Beispiel der Signallaufzeitverzögerung in den 1950er bis 1970er Jahren werden die operativen Prozesse des Präzedenzeffekts, des Slapback-Echos, Freddie Mercurys Bühnenperformance und des delay organs im multiplyer network des EDVAC auf ihre performativen Qualitäten hin befragt.
Am 30. Januar 2009 um 12.00 Uhr, Mediologisches Kolloquium, HU Berlin. Medientheater.
— Sebastian
talk,

Leider nur für geladene Gäste, aber immerhin wieder in Berlin: Evelina Domnitch und Dmitry Gelfand eröffnen die transmediale.09
A 15 kHz standing wave is generated between a transducer and a reflective surface: two waves sharing the same frequency and amplitude propagating with a 180 degree phase shift in opposite directions. Where the two waves superpose, the acoustic pressure is cancelled out, resulting in the formation of pressureless nodes that occur at half wavelength intervals — standing waves cannot arise unless they divide their medium into an integral quantity of half wavelengths. A high frequency, high amplitude standing wave, traveling through the air, creates tightly focused pressure fields that are strong enough to trap matter in the pressureless nodal cavities.
For this rendition of Sonolevitation, slivers of gold are acoustically suspended and spun in different directions at varying speeds. The spin reveals the rotary behavior of acoustic vibrations as well as the dynamics of frictionless motion (untainted by gravitational forces). A close-range microphone monitors the slivers’ modulation of the levitatory standing wave: the slightest turbulence or change in spin has highly audible consequences. The slivers also interact with each other, modifying one another’s spin patterns.
http://www.transmediale.de/de/eroffnungsfeier-tm09
— Sebastian
performance,

“Wieweit die Emanzipation vom natürlichen Klang bereits fortgeschritten ist, davon geben die Partituren dieser Richtung ein aufschlußreiches Bild. Das Notenbild ähnelt mit seinen in weiten Sprüngen gesetzten Tonpunkten geradezu einem Oszillogramm. Man hat den Eindruck, daß seine Verwirklichung die Präzision und Beweglichkeit des die Noten rasternd abtastenden Strahles der Braunschen Röhre voraussetzt.” (Robert Beyer, 1954)
In den knapp einhundert Jahren zwischen Fouriers Theorem und DER RÖHRE hat man Sinunsschwingungen nicht gesehen. — Hat man nicht? — Hat man!
Dem “materiellen” Sinuston wurde mit verschiedenen Medien auf den immateriellen Zahn gefühlt. Die bekanntesten sind der Phonautograph und die Sirene.
Eine kleine Medientheater-Einlage bei Ubiquitous Oscillations zeigt mit dem Rubens’schen Flammenrohr ein echt “heißes” Medium der Wellenvisualisierung.
im Rahmen der Ausstellung [“Ubiquitous oscillations” or “Fourier changed our world”] http://ubiquitous-oscillations.com/
Do 15. Januar, 20:00 Uhr
General Public, Schönhauser Allee 167c, Berlin
Jan-Peter E. R. Sonntag
+ Martin Donner, Oswald Berthold + Sebastian Döring
werden über den Zusammenhang von Fourier, Klang, Elektronik und Mediengeschichte referieren.
Kuratiert und moderiert von Shintaro Miyazaki (Medientheoretiker, Kurator und Künstler)
— Sebastian
talk, performance

Auf ein Neues: zwar macht ein performativer Experimentator allein noch kein Medientheater, doch für alle Liebhaber des medientechnischen Experiments gibt Henry Westphal am Mittwoch, 7. Januar 2009 in Wolfgang Ernsts Kolloquium Medien, die wir meinen ab 18.00 Uhr eine hochbrisante Performance in fünf Akten aus Hochfrequenz und Hochspannung.
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Zuerst mal ein wenig Theorie:
- Wiederholung: Wie arbeitet ein Schwingkreis?
- Wie erreicht man höhere Frequenzen im 3-stelligen MHz-Bereich?
- Inwiefern treten dann Wellenphänomene auf?
- Vom Schwingkreis mit konzentrierten Bauteilen zum zweidimensionalen Lecherkreis
- Vom Lecherkreis zum Dipol
Erste Live-Demo:
- HF-Leistungsoszillator 140MHz / 50W mit Lecherkreis als frequenzbestimmendes Element
- Nachweis des elektrischen und magnetischen Nahfeldes am Lecherkreis
- Demonstration der Welleneigenschaften an einer längeren Lecherleitung
- Demonstration der “Fernanregung” von Schwingkreisen mit einem Empfangsdipol
Nochmal Theorie:
- Grenzen des Lecherkreises ab ca. 500 MHz durch zu hohe Verluste
- Übergang in die dritte Dimension zum Topfkreis
Zweite Live-Demo:
- HF Leistungsoszillator 1,3 GHz mit Scheibentriode und Topfkreis
- Glühlampen als Antenne
- Abstrahlung und Empfang mit Dipol
- Stehende Wellen zwischen Kupferfolien (Versuch von Hertz)
Dritte Live-Demo:
- Noch einmal Schwinkreise mit konzentrierten Komponenten im Sinne von Spulen und Kondensatoren
- Tesla-Trafo, Versuch von Nicola Tesla aus dem 19. Jahrhundert
- Kopplung zweier Schwingkreise führt zu Spannungen bis 300kV bei 300 kHz
- Impulsleistung 100kW, Steuerung mit Löschfunkenstrecke
— Sebastian
performance, talk